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Odoardo Focherini, der aus dem Region Trentino stammte, ist am 06/06/1907 in Carpi geboren.

Er waechst in der oertlichen kirklichen Realitaet auf, wo er die Aufmerksamkeit zu den Letzten und die konkrete und solidarische Liebe zu den Naechsten erfaehrt. In 1930 heitatet er Maria Marchesi und zwischen 1931 und 1943 kommen die sieben geliebten Kinder zur Welt.

In 1934 wird er von der Cattolica Versicherungsgesellschaft in Verona als Agent fuer die Niederlassung in Modena angestellt: er wird dann zu Inspektor und verrichtet seine Aufgabe in Raum Modena, Bologna, Verona bis zu Pordenone.
1936 wird er President der Azione Cattolica Diocesana (dioezesaner katholicher Verein): zwischen 1930 und 1942 ist

Odoardo Focherini Leiter und Reporter wichtiger dioezesaner Ereignisse, der eucaristichen Kongresse, die das damals Sozial und Religionsleben stark beeinflussen.

In 1939 uebernimmt er die Aufgabe als Geschaeftsfuehrer der Zeitung “L’ Avvenire d’ Italia” mit Sitz in Bologna. In 1942 faengt Odoardo Focherini seine Aktivitaet zu Gunsten der Juden an: mit einem Verletzerzug aus Polen kommen sie in Genua an und durch den Genua Kardinal werden sie an Raimondo Manzini, den Direktor der Zeitung “L’Avvenire d’ Italia” geschickt. Manzini verlaesst sich aut Odoardo und betet ihn, diesen zu helfen. Sein maechtiges Werk zu Gunsten der Verfolgten faengt allerdings nach dem 8 September 1943 an: nachdem Odoardo die Zustimmnung und Unterstuetzung seiner Frau Maria bekommt, tritt er in Kontakt mit Vertrauensleuten ein und baut ein Hilfsnetz auf, das ihm erlaubt, blanko Personalausweise zu besorgen, sie mit falschen Angaben auszufuellen und die Verfolgten bis an die Grenze mit der Schweiz zu fuehren.

Zusammen mit Don Dante Sala, seinem zuverlaessigen Freund und Pfarrer von San Martino in Spino (Mo), besorgt Odoardo seinem Freund Giacomo und seiner Familie die ersten Papiere. Diese sichere Rettungsmoeglichkeit wird schnell bekannt und ueber 100 Leute wendeten sich an Focherini und an Don Dante Sala. Diese Leute, Maenner und Frauen, die ihn in dieser Zeit kennegelernt haben, beschreiben Odoardo als ein immer heiter und guter Laune Mensch, auch wenn sie auf ihn ueberall gewartet haben: zu Hause, auf der Arbeit oder bei der Zeitung.

Am 11 Maerz 1944, waehrend er dabei est, die Flucht von Enrico Donati zu organisieren, wird Focherini in Carpi Krankenhaus festgenommen: Enrico Donati ist der letzte Jude, den Focherini gelang zu retten. Odoardo ist am 13 Maerz nach San Giovanni del Monte Gefaengnis gebracht, wo er bis 5 July bleibt. Von Bologna ist er nach Fossoli KZ versetzt, von Fossoli nach Bolzano Gries und am 7 September von Gries ist er nach Flossenburg Kz und dann zum Nebenslager Hersbruck deportiert, wo er am 27 Dezember 1944 an Blutvergiftung starb.

Zeugnis dieser furchtbaren Monate ist das Korpus der Biefen, die Odoardo hat seiner Frau, seiner Mutter und seinen Freunden zukommen lassen: tausende Tricke, die ihm erlauben, sich mit seiner Familie zu verstaendigen, und irgendwie in Verbindung zu bleiben, Liebesbriefe fuer die leidenschaftlich geliebte Frau und der staendige Gedanke an seine Kinder, die er in ungewissen und schwierigen Zeiten verlassen hat.

Unter den verschiedenen Anerkennungen moechten wir die goldene Medaille der israelitichen Gemeinschaften (Mailand 1955), den Ehrentitel “Gerechter unter den Voelkern” (Jerusalem 1969) und die goldene Tapferkeitsmedaille (Rome 2007) erwaehnen.

Die Seligsprechung. Der Seligsprechungprozess wurde im 1996 begonnen und am 15 Juni 2013 in Piazza Martiri in Carpi abgeschlossen. Die offizielle Seligsprechungszeremonie fand unter Vorsitz von Kardinal Amato, Präfekt der Kongregation für die Heiligsprechungen, statt.

Traduzione a cura di Alessandra Focherini